Letztes Wochenende durfte ich meinen Schatz mit nach
Saalfelden am steinernen Meer in Österreich begleiten, aber wärend Sie zum arbeiten gekommen war, konnte ich Bogenschiessen gehen.
Jufenalm
Am Samstag bin ich erstmal mit Erich und seiner Tochter Anja den
Parcour an der Jufenalm besuchen gefahren, dem Hausparcour des
HSV Saalfelden.
Bisher war der
Pointenhof-Parcour in St. Johann der höchstgelegene auf dem ich bisher war, aber auch die Jufenalm liegt auf 1120m. Zum Glück kann man die Strecke hier hoch auch mit dem Auto fahren, auch wenn es ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Mountainbiker ist.
An der Alm wird man gleich von einer Horde Gummitiere begrüßt und ich hatte schon befürchtet, dass das die Einschussscheiben sind, denn dann müsste man vor all den Besuchern auf der Terasse daneben schießen.

War es aber zum Glück nicht. Die Einschussscheiben stehen im Wald nahe des ersten Ziel.
In der Alm kann man für 5€ auch die benötigte
Ausrüstung ausleihen und entgegen so manch anderem Verleih auch zwischen verschiedenen Lang- und Recurvebögen wählen. Auch die Pfeile sind nicht irgend ein Schrott sonderen Beman-Carbonies, halt mit Plastik-Fletches statt mit Federn.
Das Gelände ist hier zunächst ein sehr
schöner Bergwald. Die
Wege sind perfekt präpariert und so gewählt, dass es nur selten steil ist. Wenn es sich aber nicht umgehen ließ, dann sind Treppen und Stege vorhanden.
Überhaupt sind alle Tiere sehr gut gestellt. Es wechseln nahe und weite Schüsse mit bergauf und bergab.
Begeistert war ich von Erich, denn das war das erste Mal, dass er sich im traditionellen Bogenschiessen probiert hat und doch hat er fast jedes Tier sofort getroffen. Ein echtes Naturtalent!
Der Parcour selbst ist schön gestellt, mit
abwechslungsreichen Schüssen und auch so einigen Schmankerl'n wie der
laufenden Sau oder der
Wackelplatte.
Auch sind alle Ziele sehr
Pfeil-schonend gestellt, ausser einer Wildsau bei der Wackelplatte, die dahinter die Wurzeln einer riesigen Tanne hat. Zum einen ist es
nicht schön auf lebende Bäume zu schiessen und zum anderen hat mich das 3 Inserts meiner Carbonines gekostet.
Leider hat uns der Regen an diesem Tag einen Strich durch die Rechnung gemacht und
wir mussten den Parcour bei der Hälfte abbrechen, denn wir waren trotz vernünftiger Kleidung pitsch-patsch nass.
Also, den Parcour muss ich mir erst noch mal ganz und bei Sonnenschein anschauen um mir eine objektive Meinung bilden zu können.
Waidring
Der
Parcour in Waidring ist eine Legende und eigentlich gar nicht so weit entfernt. Dennoch habe ich es
vorher nie geschafft hier mal hinzufahren. Doch am
Sonntag war der ideale Tag mit super Wetter um mir endlich mal diesen Parcour anzuschauen.
Eigentlich gibt es in Waidring
zwei Parcours mit je 28 Zielen, einen blauen und einen roten. Man löst im
Gasthof Strub auch eine
Tageskarte für 15,- € und kann dann beide schiessen. Mein Biorythmus hat sein Hoch aber um 15:00 Uhr also habe ich erstmal nur einen gemacht, den blauen.
Der Parcours beginnt an einer idyllischen Grillhütte an einem Gebirgsbach und ich dachte da auch die Einschussscheiben zu finden. Ist aber nicht so, die sind als FITA-Platz hinter dem Gasthaus. Also bin ich eben ohne einschiessen los, den zum zurückhatschen hatte ich auch keine Lust.
Vom ersten Ziel an, hat mich der Parcour in seinen Bann gezogen! Alle Ziele waren so
liebevoll und realistisch gestellt, dass ich ein "
wow!" nach dem anderen dachte.
Die meisten
Tiere sind zwar nicht mehr neu, aber liebevoll restauriert, so das die Bemalung sie fast echter aussehen lässt, als die Fabrik-neuen.
Das Gelände an sich ist aber eh schon der Hammer von der Natur her! Hier finden sich nicht nur seltene Pflanzen sondern auch sehr viele Schmetterlinge die um einen herumfliegen. Durch die vielen Bächlein (oder war es nur einer, den man immer wieder kreuzt?) mit ihrem kristallklaren Wasser und seichten Stellen ist der
Parcour auch gut um Hunde mitzunehmen, allerdings nur wenn der Hund auch gut Steigungen bewältigt, den der halbe Parcour ist
recht anspruchsvoll von den Steigungen her.
Was mich auch enorm begeistert hat in Waidring, war die ungewöhnliche Tatsache, dass
nicht alle Schüsse enorm weit weg waren, sondern manche auch ganz nah. Hier ist der psychologische Faktor interessant, weil man weiß, dass man auf diese Distanz eingentlich ein Kill schiessen müsste und sich so selbst unter Druck setzt zu treffen.
Natürlich werden aber auch alle anderen möglichen Hindernisse genutzt: über Gräben, über Kuppen, unter Ästen durch, an Bäumen vorbei, durch Äste durch,... einfach
alle möglichen Arten an Gelände finden sich hier.
Doch auch das lässt sich noch steigern, wenn ein Steinbock vor einer massiven Felswand steht! Hier ist wieder
der eigene Kopf der limitierende Faktor, denn der Pflock ist eigentlich nah genug dran, dass man in jedem Fall treffen müsste.
Die ultimative Herausforderung für die Psyche eines Bogenschützen sind aber sicher die
Eisentiere in diesem Parcour. Der
Hase ist wirklich aus massivem Metal gefertigt, nur die Killzone ist ausgespart. Also muss man ein
Kill treffen oder einen Pfeil opfern. Natürlich sind die Pflöcke auch hier sehr nah dran, aber trotzdem:
anspruchsvoller geht es eigentlich nicht!
Das highlight für mich war aber der
Schuss von einer Hügelkante über eine Schlucht auf ein rund 40m entferntes Bison, Hier habe ich endgültig den oft zitierten "
Geist von Waidring" gespürt.
Ein weiteres highlight ist die
Labstation, denn hier gibt es für einen Euro nicht nur die günstigsts mögliche Discounter-Limo, sondern
eine reiche Auswahl an Getränken bis hin zu Dosen-Kaffee. Allein dafür gibt es eine 1+ von mir.
Die folgenden Ziele im flachen Grasland bis Waldrand blieben trotzdem anspruchsvoll und machen Spaß.
Und nach einer so beeindruckenden Runde gönnt man sich im Gasthaus ein
lecker Essen auf der Terasse mit wundervollem Panorama.
Wenn es an so einem Tag auch noch vom Treffen her fast so gut läuft
wie beim Markus, dann ist es ein perfekter Parcour-Besuch.
Für den roten Parcour war ich dann leider zu spät dran, aber der ist sicher nicht der einzige Grund, dass ich nochmal wiederkomme. Zumal es hier ja auch die Safari-Halle geben soll und ich die auch noch nicht gesehen habe. Der blaue Parcour von Waidring ist aber schon mal wunderschön und alleine schon
einen Besuch wert. Nur die Preisgestaltung ist für mich nicht ideal. Ich würde lieber für beide Parcour extra bezahlen.
Fazit
Als Fazit kann ich sagen, dass das ein tolles Wochenende war und ich mich auch nochmal ganz herzlich bei unseren Gastgebern bedanken möchte für die tolle Betreuuung.
Saalfelden rocks und für Bogenschützen ist es ein guter Ausgangspunkt um die vielen Parcours in der näheren Umgebung zu erkunden und da gibt es noch einige mehr als die beiden die ich hier besucht habe. Ich freue mich darauf!
Kommentare
Fr, 27.08.2010 22:03
Fr, 27.08.2010 17:41
Do, 26.08.2010 22:55
Mi, 25.08.2010 10:54
So, 22.08.2010 14:59