Bajuwaren und Bogenbau-Demonstration
Heute bin ich kurzfristig in die Galerie Markt Bruckmühl gefahren, um mir dort die Ausstellung "Goldohrring und Bajuwarenschwert" anzusehen.
2003 wurden bei Bauarbeiten an der Staatsstraße in Bruckmühl einige bajuwarische Reihengräber gefunden, die reichlich Grabbeigaben enthielten und somit eine Sensation sind, da sie Rückschlüsse auf das Leben vor 2500 Jahren im Mangfalltal zulassen. Diese Fundstücke wurden nun restauriert und werden in der Ausstellung gezeigt. Der Eintritt ist kostenlos, was ich ein sehr, sehr gutes Zeichen der Unterstützung durch den Markt Bruckmühl finde.
Aber ich bin natürlich ausgerechnet heute dorthin, weil heute zugleich einer von zwei Aktionstagen war, bei dem neben den Exponaten auch Vorführungen mittelalterlichen Handwerks zu sehen sind. Und natürlich gab es dort neben Brettchenweben, Glasperlen herstellen und Tauschieren auch die Demonstration eines Bogenbauers.
Dieser hatte viele Ausstellungsstücke dabei, so zum Beispiel ein paar Stücke Sehne, volle Federn und fertige Pfeile, aber auch einen Hartriegel-Schössling in seiner Rinde, so das er dem sehr interessierten Publikum die verschiedenen Materialien bei Pfeilbau ausfühlich demonstrieren und erklären konnte. Es war lustig zu sehen, wie ein Besucher es kaum glauben konnte, dass er zwei verseilte Fasern der Sehne nicht mit seinen Händen zerreißen konnte.
Aber wie so oft zogen die fertigen Bögen und der Rohling aus dem mal ein Bogen werden sollte, die meisten Blicke und Fragen auf sich. Es wurde viel gefachsimpelt und auch ein wenig geschnitzt.
Ich bin allerdings gegen Mittag wieder gegangen, so dass ich den fertigen Bogen nicht mehr sehen konnte.
Was mir auch besonders gut an diesem Aktionstag gefallen hat, war der Bogenschiess-Stand direkt vor der Tür der Galerie. Auch hier hat die Gemeinde sinnvolle Hilfe geleistet, weil einfach die Zufahrtsstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt wurde und so der erforderliche Platz geschaffen wurde. Gerade das selber ausprobieren und das archaische Gefühl beim Abschuß zu spüren, ist ja bei allen beeindruckenden Demonstrationen sicher die beste Methode, dass Bogenschiessen kennen zu lernen.
Leider hat Petrus nicht ganz mitgespielt, aber beim nächsten Aktionstag am 20. Januar wird das Wetter ja vielleicht besser. Ich wünsche es allen Beteiligten, denn das ist wunderbar "Geschichte zum Anfassen"!
2003 wurden bei Bauarbeiten an der Staatsstraße in Bruckmühl einige bajuwarische Reihengräber gefunden, die reichlich Grabbeigaben enthielten und somit eine Sensation sind, da sie Rückschlüsse auf das Leben vor 2500 Jahren im Mangfalltal zulassen. Diese Fundstücke wurden nun restauriert und werden in der Ausstellung gezeigt. Der Eintritt ist kostenlos, was ich ein sehr, sehr gutes Zeichen der Unterstützung durch den Markt Bruckmühl finde.
Die Vorführung fand direkt neben den Exponaten statt, was eine sehr schöne Möglichkeit bot, beides zu genießen.
Dieser hatte viele Ausstellungsstücke dabei, so zum Beispiel ein paar Stücke Sehne, volle Federn und fertige Pfeile, aber auch einen Hartriegel-Schössling in seiner Rinde, so das er dem sehr interessierten Publikum die verschiedenen Materialien bei Pfeilbau ausfühlich demonstrieren und erklären konnte. Es war lustig zu sehen, wie ein Besucher es kaum glauben konnte, dass er zwei verseilte Fasern der Sehne nicht mit seinen Händen zerreißen konnte.
Aber wie so oft zogen die fertigen Bögen und der Rohling aus dem mal ein Bogen werden sollte, die meisten Blicke und Fragen auf sich. Es wurde viel gefachsimpelt und auch ein wenig geschnitzt.
Ich bin allerdings gegen Mittag wieder gegangen, so dass ich den fertigen Bogen nicht mehr sehen konnte.
Was mir auch besonders gut an diesem Aktionstag gefallen hat, war der Bogenschiess-Stand direkt vor der Tür der Galerie. Auch hier hat die Gemeinde sinnvolle Hilfe geleistet, weil einfach die Zufahrtsstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt wurde und so der erforderliche Platz geschaffen wurde. Gerade das selber ausprobieren und das archaische Gefühl beim Abschuß zu spüren, ist ja bei allen beeindruckenden Demonstrationen sicher die beste Methode, dass Bogenschiessen kennen zu lernen.
Leider hat Petrus nicht ganz mitgespielt, aber beim nächsten Aktionstag am 20. Januar wird das Wetter ja vielleicht besser. Ich wünsche es allen Beteiligten, denn das ist wunderbar "Geschichte zum Anfassen"!
Geschrieben von Jean-Christoph von Oertzen
um
16:39
Tags für diesen Artikel: ausstellung, bajuwaren, bögen, bogen, bogenbau, Bogenschiessen, demonstration, historisches, merowinger, mittelalter



Kommentare
Fr, 03.05.2013 19:24
Fr, 26.10.2012 20:49
Fr, 26.10.2012 01:55
Do, 13.09.2012 23:33
So, 09.09.2012 19:04