Manchmal kommt es einfach anders als man denkt. Am Samstag bin ich nach Weißenhorn zu
Onkel Tom's Bogenshop gefahren um den Hoyt Dorado zu testen. Das ist der Bogen gewesen, der mir bisher als beste
Alternative für einen Ersatzbogen erschien, solange ich noch an meinem nächsten selfbow arbeite. Aber gekauft habe ich mir einen
Ragim Wolf und bin sehr glücklich mit ihm.
Das die A8 von München Richtung Stuttgart eine Quälerei ist, wissen alle die diese Autobahn schon mal gefahren sind, aber
am Ende des Tages hat es sich gelohnt. Bei Thomas und seiner Frau konnte ich sowohl einen 45# Dorado, aber auch einen 40# Gamemaster II testen.
Ich war mit beiden Bogen nicht wirklich zufrieden. Klar, sehen schon cool aus und werfen verdammt schnell, aber bei dem Dorado hatte ich das Gefühl, er reisst mir den Arm ab. Ausserdem habe ich von dem Griff so eine Druckstelle an der Daumenwurzel bekommen. Zudem fühlt sich das kalten Metal einfach komisch an, wenn man nur Holz gewohnt ist.
Dann habe ich mir die Langbögen im Laden angesehen und einfach mal einen als Vergleich ausprobiert. Hätte ja auch sein können, dass ich einfach einen schlechten Tag habe. Und ausprobiert habe ich dann auch den Bogen, den ich mir dann auch gekauft habe: einen
Ragim Wolf, einen Anfängerbogen aus Akazie, Padouk (Wieso gibt es eigentlich kaum Fertigbögen aus heimischem Holz?) und schwarzem Glas mit 40#.
Was mich sofort überzeugt hat, war der
butterweiche Auszug, das
schöne Geräusch beim Abschuss und die Art den Pfeil zu werfen. Ich kann das nicht richtig beschreiben, es ist nicht langsamer als die Recurves, aber eben anders, ruhiger.
Man liesst ja auch in den Büchern, das Langbögen
fehlerverzeihender sind. Das heisst zwar im Umkehrschluss, dass ich noch keinen allzu saubern Ablass habe, aber genau deshalb übe ich ja fleissig.
Ich habe auch gleich noch einen neue Bearpaw Scheibe mitgenommen, weil ich bei meiner bisherigen Ethafoam-Scheibe schon ein Stück rausgeschossen habe.
Danke an Thomas und Sabine für die Geduld mit mir, das entgegen gebrachte Vertrauen, die Zeit und die Beratung.
In Schwaben war nicht so gutes Wetter, bedeckt und Nieselregen, aber bei uns hat der Fön die Wolken weggeblasen und die Sonne durchgelassen. Logisch, dass ich es mir da nicht nehmen lassen konnte, meinen neuen Bogen gleich mal auf unserem Vereinsparcour zu testen. Und
ich bin echt begeistert. Ich habe alle Gummi-Tiere getroffen! Es war kein einziges dabei, bei dem ich alle 3 Pfeile daneben gesemmelt hätte und das, wo ich mit dem Bogen vorher vielleicht 10 Schuss gemacht habe. Daran sehe ich für mich, dass er einfach zu mir passt.
Also indirekt bin ich doch
Ralf's Empfehlung nachgekommen und habe
weniger Geld investiert und bin
doch voll zufrieden. Nichts desto trotz liegt hier schon Rohhaut für ein backing, so dass ich bei meinem nächsten selfbow keine Angst haben muss, dass er mir um die Ohren fliegen könnte. Fehlt nur noch das Holz...
Kommentare
Fr, 27.08.2010 22:03
Fr, 27.08.2010 17:41
Do, 26.08.2010 22:55
Mi, 25.08.2010 10:54
So, 22.08.2010 14:59